Erfahren Sie, wie in der Praxis „Ambulant-Physio Ergo Logo“ in Cottbus Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie mit innovativer Technologie und enger Zusammenarbeit Hand in Hand gehen – für mehr Teilhabe und Lebensqualität.
Tortsten Erler: Bei uns verbindet sich Tradition mit Innovation. Wir sammeln seit 25 Jahren umfangreiche Erfahrungen mit den großen empirischen Behandlungskonzepten und zugleich sehen wir den Anspruch an eine evidenzbasierte, leitlinienorientiere Praxis. Wir sind innovativ und arbeiten mit modernsten Technologien. Eine Herausforderung liegt darin, dass u.a. auf die außerklinische Intensivtherapie spezialisiert sind. Wir gehen sicher später noch darauf ein, aber das erklärt bereits, warum wir uns eines gesunden Mix aus Tradition und Moderne bedienen.
Redaktion: Wir gehen darauf noch im Detail ein. Lassen Sie uns zunächst über die Interprofessionalität sprechen. Sie verbinden die Angebote Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie. Stand Heute ist die Praxislandschaft in Deutschland überwiegend unidisziplinär organisiert. Wo ist der Vorteil, wenn Patienten alle Therapien am selben Ort erhalten?
Tortsten Erler: Wie bereits angedeutet, sind viele unserer Patienten sehr schwer betroffen. Sie haben zum Teil eine Trachealkanüle und eine Magensonde, über die sie künstlich ernährt werden müssen, da sie nicht schlucken können. All das stellt besondere Anforderungen an die Therapie, denen eine Profession allein nicht gerecht wird. Unser Vorteil liegt darin, dass wir interdisziplinär zusammenarbeiten können. Das erhöht nicht nur die Behandlungsdauer, sondern auch die Qualität der Versorgung und eröffnet ganz neue Behandlungsmöglichkeiten.
Redaktion: Welche Rolle spielen bei so schwerbetroffenen Patienten die Angehörigen?
Tortsten Erler: Gerade bei bewusstseinsgetrübten und kognitiv eingeschränkten Patienten sind die Angehörigen, wann immer es geht mit dabei und gestalten die Therapie - wenn sie möchten - aktiv mit. Angehörige können das Verhalten der Patienten in der Therapie oft noch mal ganz anders deuten als wir das können. Die Einschätzung von Mimik, Gestik und anderen körperlichen Reaktionen ist von großer Bedeutung. Wer kann das besser als die den Patienten am nächsten stehenden? Wir möchten unsere Patienten in den Mittelpunkt der Behandlung stellen. Bei so schwer betroffenen Patienten geht das nur in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit den Angehörigen, Pflegekräften und Ärzten. Angefangen bei der Zielsetzung bis hin zum kontinuierlichen Therapieprozess, sind wir so gut es geht vernetzt mit allen am Versorgungsprozess beteiligten Akteuren.
Redaktion: Auf der Website schreiben Sie, dass das Ambulant Physio Ergo Logo für all diejenigen die richtige Wahl ist, die nach einer guten Therapie suchen. Was macht aus Ihrer Sicht eine gute Therapie aus, Herr Erler?
Redaktion: Was die modernen Behandlungsansätze angeht, legen Sie in der Praxis unter anderem einen Schwerpunkt auf die gerätegestütze Therapie und den Einsatz von Robotik. Welche Vorteile ergeben sich dadurch?
Redaktion: Welche Effekte genau stellen sich ein, wenn man die Therapien derart kombiniert?
Tortsten Erler: Wir erfahren eine deutliche Steigerung der Vigilanz bei den Patienten. Durch die Vertikalisierung erreichen wir Bedingungen, die ein ideales Aligment – Ausrichtung des Körpers gegenüber der Schwerkraft – zu schaffen, damit der Kopf überhaupt erstmal positioniert ist und das Schlucken physiologisch möglich wird. Das ist im Liegen und im Sitzen auch möglich, aber im Stehen häufig noch viel besser. Teilweise machen wir es sogar so, dass wir ein Gangtraining absolvieren, welches wir zwischenzeitig unterbrechen, um kurze Schlucksequenzen in die Behandlung einzubauen oder eine orale Stimulation durchzuführen. Die Geräteunterstützung ist da einfach genial. Wir können dadurch sehr effektiv und effizient arbeiten, mit wenigen Handgriffen Korrekturen vornehmen und schaffen so optimale Voraussetzungen. Das ist ein großes Glück und wäre ohne Technologieeinsatz so gar nicht möglich.
Redaktion: Wie stellen Sie sicher, dass die Behandlungen tatsächlich zielorientiert und wirksam sind?
Tortsten Erler: Wir haben uns hierfür eine eigene ICF-basierte Dokumentation aufgebaut. Darin ist die Teilhabe definiert und es sind alle Aktivitäten abgebildet, die wir mit unseren Patienten durchführen. Alle Berufsgruppen berichten nach dem gleichen Schema. Die Folge ist eine sehr saubere und einheitliche Dokumentation und ein exzellenter Arztbericht. Besonders wichtig ist uns der Transfer des Gelernten – da sind wir dann beim Thema Evaluation. Ausgehend von der Frage: Was kann der Patient in der Therapie leisten? – Zum Beispiel einen Transfer oder Positionswechsel mit vierzig Prozent Eigeninitiative -, schauen wir, was davon tatsächlich im Alltag hängen bleibt. Das ist die größte Herausforderung. Häufig sehen wir in der Therapie, dass die Patienten ein gewisses Leistungsvermögen haben, aber aus verschiedenen Gründen bekommen wir dieses Leistungsvermögen nicht in den Alltag. Dann gilt es genau daran weiter zu arbeiten. Zusätzlich nutzen wir in den einzelnen Behandlungsfeldern natürlich auch standardisierte Assessments zur Objektivierung klinisch und therapeutisch relevanter Messgrößen. Wir haben immer wieder Studenten bei uns in der Praxis, die noch im Studium sind. Das ist klasse, denn die prüfen das, was wir machen immer wieder mit wissenschaftlichem Anspruch auf Aktualität. Uns wird nicht langweilig (lacht).
Redaktion: Das glaube ich gern. Weiterhin viel Erfolg und herzlichen Dank für das Gespräch, Herr Erler.
Verwandte Inhalte
Meet our specialists.
Are you interested in our solutions? Schedule a meeting with a Consultant to talk through your strategy and understand how TEHRA-Trainer can help you to advance rehabilitation.
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen