Der technologische Fortschritt in der modernen Neurorehabilitation eröffnet zahlreiche Möglichkeiten für eine optimale Behandlung neurogener Bewegungsstörungen.
Vor diesem Hintergrund könnte man annehmen, dass die Zukunftsperspektiven für die gerätegestützte Therapie eher gering sind – ganz unabhängig, was die Wissenschaft zu diesem Thema bereithält. Andererseits steckt viel Potential im technologischen Fortschritt. So ist es zum Beispiel nur durch den Einsatz moderner Therapiegeräte möglich, therapeutische und diagnostische Verfahren so geschickt zu verbinden, dass ein größtmöglicher Behandlungserfolg zustande kommt. Hinzu kommt, dass die gerätegestützte Therapie – besonders dann, wenn sie in der Gruppe stattfindet – äußerst motivierend auf Patienten wirkt. Ein Großteil der Patienten reagiert sehr offen auf den Einsatz von Therapiegeräten, fordert diesen sogar gezielt ein und trainiert bevorzugt mit anderen Patienten zusammen.
Zeit ist in aller Regel der limitierende Faktor in der Therapie. Sie reicht meist nicht aus, um die zu lernenden Bewegungsabläufe häufig genug zu wiederholen. Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist jedoch gerade das häufige Wiederholen eine wesentliche Voraussetzung für eine schnelle Besserung. Auch ein sinnvoll strukturiertes Eigentraining kommt vielfach zu kurz. Dabei ist es eine äußerst zielführende Maßnahme. Therapeuten machen viel zu oft das »Bewegen« des Patienten zu ihren hoheitlichen Hauptaufgaben. Dabei kann genau diese Aufgabe das Therapiegerät übernehmen. Moderne Systeme basieren heute auf fortschrittlichsten Technologien die sogar erkennen, wann ein Patient selbst aktiv wird und Bewegungen eigenständig ausführt.
Die gerätegestützte Therapie ist ein wichtiger Bestandteil moderner Behandlungskonzepte und mehr als nur eine wertvolle Ergänzung. Durch den Einsatz von Therapiegeräten werden Patienten beim Wiedererlernen von Bewegungen unterstützt. Zusätzlich misst der Computer das individuelle Bewegungsverhalten. So können Defizite und die Verbesserung durch die Therapie festgehalten werden. Gerätegestützte Therapie führt nachgewiesen zu einer Erhöhung der Therapieintensität und zu erkennbaren und messbaren Verbesserungen bei Patienten. Die Intensivierung der Therapie erhöht die Erfolgschancen auf eine bessere motorische Erholung und bietet für Therapeuten vor allem die Chance, sich auf die wesentlichen Aspekte der Therapie zu konzentrieren.
Dadurch kann das Training optimal an die Leistungsfähigkeit des Patienten angepasst werden und so viel wie nötig und so wenig wie möglich an Unterstützung gegeben werden. Das erhöht die Wirksamkeit.
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