Effektive Therapie für schwerstbetroffene Patienten: Frühmobilisierung, Vertikalisierung mit modernen Geräten wie dem THERA-Trainer balo, und warum Kipptische keine optimale Lösung sind.
der Betroffenen. Moderne, an die Bedürfnisse von schwerstbetroffenen Patienten angepaßte Geräte, wie der THERA-
Trainer tigo und der THERA-Trainer balo, bieten Therapeuten von der Intensivstation bis ins häusliche Umfeld effiziente Möglichkeiten der Optimierung ihrer Behandlungskonzepte.
Eine Mobilisierung und Aktivierung mit dem Cycling Bewegungstrainer THERA-Trainer tigo bleibt nicht nur wachen und leichter betroffenen Patienten vorbehalten. Selbst bei Menschen im Wachkoma kann durch passives oder assistives Training mit dem THERA-Trainer tigo das Herz-Kreislauf-System und die Stoffwechselvorgänge aktiviert, sowie die Beweglichkeit erhalten bzw. verbessert werden.
Eine vollständige physiologische Vertikalisierung, also Aufrichtung, kann nur in einer stehenden Position gelingen. Ein physiologisches, biomechanisch günstiges Stehen erfordert den Körperschwerpunkt entlang der Lotlinie im Bereich der unteren Wirbelsäule. Je weiter ein Körperteil von der Lotlinie abweicht, umso mehr werden Knochen, Bandscheiben, Bänder, Sehnen und Muskulatur aufgrund der Schwerkraft belastet. Wir sprechen erst dann von einer Vertikalisierung, wenn der Mensch von Kopf bis Fuß über den Körperschwerpunkt ins Lot gebracht wird. Dies ist jedoch nur möglich, wenn das Becken in einer weitwinkligen Stellung dynamisch stabil gehalten wird. Am leichtesten erfolgt diese dynamische Stabiliserung in einer stehenden Position. Die Mobilisierung an die Bettkante ist demnach noch keine »echte« Vertikalisierung, da erst in vollständiger Aufrichtung der schwerstbetroffene Patient die notwendige biomechanische Unterstützung erhält, um adäquate Rumpf- und Kopfkontrolle erlernen zu können.
Bei schwerstbetroffenen Patienten mit defizitärer Kopf- und Rumpfkontrolle, sowie mangelndem Tonus in den unteren Extremitäten ist die therapeutische Aufrichtung in den Stand nur schwer ohne entsprechende Hilfsmittel umzusetzen. Es bietet sich deshalb eine frühzeitige Vertikalisierung mit einem flexibel einstellbaren Stehgerät an. Ein starres Stehgerät, ohne Möglichkeiten über flexible Knie- und Beckenpelotten die individuelle und aktuelle Gelenkbeweglichkeit des Patienten zu unterstützen, ist wenig sinnvoll. Der THERA-Trainer balo bietet Therapeuten, Pflegekräften und gut geschulten Angehörigen die Möglichkeit ein effizientes, kräfteschonendes Stehtraining durchzuführen ohne Fallangst beim Patienten zu provozieren. Die Option statisch, als reines Stehgerät, oder dynamisch, als Balancetrainer, arbeiten zu können, ermöglicht eine individuelle Anpassung der Trainingssituation an die jeweilige Tagesverfassung und/oder die Therapiefortschritte des Patienten.
Pat Davies forderte schon vor 20 Jahren das tägliche Stehen mit schwerstbetroffenen Patienten, beginnend auf der Intensivstation [1].
Wissenschaftliche Studien [3][4] und neue Rehabilitationskonzepte [5][6] zeigen, dass passive Mobilisierung am und/oder im Krankenbett nicht ausreichend ist, um den Weg zu einer aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ebnen. Die Mobilisation aus dem Bett in eine stehende Position nimmt einen immer größeren Stellenwert in der Behandlung schwerstbetroffener Patienten, sowohl im innerklinischen, als auch im außerklinischen Setting ein.
Schwer beeinträchtigte Patienten, die völlig von fremder Hilfe abhängig sind, werden zum individuell frühestmöglichen Zeitpunkt aus dem Bett mobilisiert, aktiviert und zum Stand aufgerichtet. Eine Frühmobilisierung ist selbst bei intubiert beatmeten Patienten möglich [10]. Diese einfachen therapeutischen Maßnahmen in den frühesten Tagen der mechanischen Beatmung können so die Dauer des Deliriums reduzieren und zu besseren funktionellen Ergebnissen bei der Entlassung führen [11][9].
Neben dem grundsätzlichen Verständnis des Wachkomas als »menschenmögliche Seinsweise« [17], sollte im therapeutischen Setting die Diagnose Wachkoma nicht als final betrachtet, sondern vielmehr als Prozess in dem funktionelle Fähigkeiten wiedererlangt werden können. Wachkoma-Studien [4] unterstreichen, daß eine Optimierung der Position des Patienten in eine vertikale Position zu einem besseren Outcome in Diagnostik und Therapie führt. Ein flexibel einsetzbares Therapiegerät wie der THERA-Trainer balo bietet hier optimale Möglichkeiten sowohl für die Diagnostik, als auch das individuell angepaßte Behandlungskonzept.
Ein Aufrichten aus dem Liegen in den Stand ohne Hüft- und Kniebeugung führt zu Angst und Unsicherheit [2]. Die Patienten drücken ihr Gewicht nach hinten gegen die Unterstützungsfläche des Tisches, da sie häufig das Gefühl haben, der Tisch sei schon zu weit nach vorne gekippt, obwohl er sich noch gar nicht in der Vertikalen befindet. Die Plantarflexion der Füße und das Krallen der Zehen in Flexion (Spitzfuß) werden so deutlich verstärkt. Der eigentlich positive Effekt des Stehens (siehe oben) wird aufgehoben und es kommt zu Extensions-Massenbewegungen in den unteren Extremitäten [2][1].
Eine Vertikalisierung mit dem THERA-Trainer balo hingegen ermöglicht ein Aufstehen aus dem Sitzen mit Hüft- und Knieflexion. Wahrnehmungsbeeinträchtige Patienten können sich besser auf das Aufrichten in den Stand vorbereiten. Die Tischeinheit mit Bauchpolster bietet zudem Halt und Möglichkeit sich abzustützen. Außerdem schafft der Tisch eine visuelle Begrenzung und reduziert so die Fallangst des Patienten.
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